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Der Wiesn-Blog


Letzte Vorbereitungen für die Wiesn 2009

Gut erholt und braungebrannt ist zumindest ein Teil des Organisationsteams der „Sicheren Wiesn für Mädchen und Frauen“ aus dem Urlaub zurück und mit den letzten Vorbereitungen für den Security Point beschäftigt. Schön, Sie alle auch in dieser Zeit an unserer Seite zu wissen. Letzte Woche ging´s schon heiß her: ein Pressetermin von uns fand große Beachtung, unser Auto für den Security Point wurde von einer insolventen Firma umgeschichtet auf eine (hoffentlich solide) Alternativfirma, die TeilnehmerInnen unseres Preisausschreibens mehren sich …

 

Hier nun die aktuellen Planungen und Infos zum aktuellen Stand:

  1. Unsere Autoverleihfirma ist pleite! Und das Leihauto, das wir dringend für den Fahrdienst benötigen, steht nicht zur Verfügung! Das war die erste Hiobsbotschaft direkt nach dem Urlaub. Glücklicherweise hat Miriam Vath (Frauennotruf) jetzt eine (sogar etwas günstigere) Alternativlösung gefunden und der Fahrdienst ist auch dieses Jahr gesichert!
  2. Unser Pressetermin am 09.09.2009 war sehr gut besucht: Bayerisches Fernsehen und TV München berichteten, ebenso Radio Arabelle, Radio Charivari und alle Münchner Tageszeitungen. Zusätzlich gibt´s  Berichte bei www.brikada.de , in der TAZ und im Samstagsblatt (beides morgen).
  3. Radio Charivari hat uns einen kostenlosen Jingle angeboten, der bereits aufgenommen wurde und während der Wiesnzeit häufiger laufen wird. Außerdem hat uns Brikada für eine Printausgabe eine halbe Seite kostenfrei zur Info über unsere Aktion zu Verfügung gestellt und das OEZ hat unsere Füllanzeige in einer Werbebeilage des OEZ aufgenommen. Allen ein herzliches und dickes DANKESCHÖN!
  4. Unser Kinospot befindet sich gerade in der Übergabe an die Kinos, außerdem wird der TV Spots an regionale TV-Sender geschickt.
  5. Hanne Güntner übernimmt dieser Tage wieder die Information des Personals auf dem Oktoberfest (Beschicker, Bedienungen, Securities). Diese Arbeit ist sehr wichtig, da Mädchen und Frauen in Notlagen häufig über diese Personenkreise an uns vermittelt werden.
  6. KO-Tropfen auf dem Oktoberfest? Nachdem wir so viel dazu gefragt werden, ist aktuell gerade ein kurzer Text für die Presse in Vorbereitung, der zu diesem Spezialthema informieren soll.
  7. Sichere Wiesn international: Das französische Fernsehen M6 und eine kanadische Journalistin wollen bereits über die Aktion berichten. Termine während des Oktoberfestes sind vereinbart und die Fremdsprachenkenntnisse werden aufpoliert (herzlichen Dank für´s Leihen des schicken und hilfreichen Casio Ex-Word an BJ J.)
  8. Sichere Wiesn (die Kopie): Nicht nur in Nürnberg und in vielen österreichischen Städten lernt man und frau von uns, jetzt hat es auch das Chiemsee Reggae Summer Festival erfasst. Infos unter: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/483216 . Wir hatten Kontakt und haben sie über unsere Aktion informiert.
Mädchen und Frauen in verschiedenen Notlagen finden während des Oktoberfestes kostenlos und auf Wunsch anonym Hilfe und Unterstützung am Security Point der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ im Servicezentrum (hinter dem Schottenhamelzelt). Der Security Point ist täglich von 18.00 bis 1.00 Uhr geöffnet.  Die Angebote des Security Points
  1. Beratung und Krisenintervention durch eine erfahrene Fachfrau
  2. Recherchedienste (Adressen, Telefonnummern, Schlüsseldienst, Übernachtungsmöglichkeit  usw.)
  3. Ausleihe (in begründeten Ausnahmefällen Fahrkarte, warme, trockene Kleidung usw.)
  4. Begleitung (Polizei, U-Bahn, Hauptbahnhof, Frauenhaus usw.)
  5. Fahrdienst (für besondere Notlagen nach der Beratung nach Hause – nur München)
  6. Nachsorge (Beratungsangebot in Frauennotruf bzw. IMMA, Vermittlung von Therapieangeboten usw.)
Alle Leistungen sind ein äußerst wichtiger Beitrag zur Prävention, d.h. zur Verhinderung von sexuellen Übergriffen auf der Wiesn und dem Nachhauseweg. Die meisten Mädchen und Frauen kommen selbst bzw. werden durch andere WiesnbesucherInnen zu uns gebracht bzw. an uns verwiesen. Die restlichen Klientinnen werden durch Polizei, Securities und BRK an den Security Point vermittelt. Personal am Security Point: Eine erfahrene Fachfrau für Beratung und Krisenintervention sowie 4-6 gut geschulte Ehrenamtliche pro Abend, insgesamt 3 Fachberaterinnen und 33 Ehrenamtliche über ca. 800 Stunden vor Ort. WICHTIG: Samstag, den 26.09. ist der Security Point bereits ab 15.00 Uhr besetzt.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 15. September 2009 um 14:28 Uhr
 
Oktoberfest 2009
Das Organisationsteam der Sicheren Wiesn für Mädchen und Frauen ist schon emsig am Vorbereiten der Aktion 2009. Viel Neues und einige Änderungen wird es geben. Näheres ab 21. 07. auf der Homepage und beim Pressetermin.
 
Zwischenbericht

 

[Auszug aus dem Newsletter]

[..] die Arbeit am Security Point läuft gut. Trotz der Unsicherheiten im letzten Jahr und obwohl wir die Pressearbeit deutlich reduziert haben, nutzen mehr Mädchen und Frauen das Angebot als im vergangenen Jahr. Darüber freuen wir uns sehr. [...]

Eine Woche nach Wiesnbeginn weisen die Initiatorinnen der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ darauf hin, dass wie jedes Jahr gerade Touristinnen auf dem Oktoberfest schnell in Notlagen geraten können. Knapp die Hälfte der hilfesuchenden Mädchen und Frauen, die in der ersten Woche den Security Point im Servicezentrum aufsuchten, war ortsunkundig bzw. kam sogar aus dem Ausland. Besonders die Engländerinnen scheinen dieses Jahr mit dem Wiesnrummel nicht klarzukommen.

Insgesamt 59 Mädchen, Frauen und Angehörige nahmen das Beratungs- und Betreuungsangebot der Sicheren Wiesn in der ersten Wiesnwoche war. Der Schwerpunkt lag dabei bei den 20- 30 Jährigen. Es gab jedoch auch einige ältere Frauen, die hilfsbedürftig waren.

Nur etwa die Hälfte der Klientinnen war in einem Zustand, in dem zwar Hilfe benötigt wurde, die Mädchen und Frauen jedoch noch handlungsfähig waren. Hier reichten bereits kleine Hilfestellung aus und ihr Zustand stabilisierte sich schnell und sichtbar. Bei über der Hälfte der Mädchen und Frauen war der Zustand, in dem sie an den Security Point kamen bzw. vermittelt wurden, jedoch derart kritisch, dass eine Krisenintervention durch eine Fachkraft nötig war. Entscheidend für eine Krisenintervention ist für die Fachfrauen weniger der Anlass oder Auslöser, sondern viel eher das Erscheinungsbild der Krise. Die Beraterinnen orientieren sich immer am Erleben und am Zustand der Betroffenen. Wenn eine Frau aufgrund eines profanen Anlasses in eine schwere Krise geriet, lag oft eine andere schwelende Belastung (psychische Erkrankung, Gewaltproblematik in der Familie o.ä.) zugrunde. Häufig geschah auf der Wiesn dann etwas, was sozusagen das Fass zum Überlaufen, sprich die Betroffene völlig aus der Fassung brachte.

In den vier vorliegenden Fällen von sexueller Belästigung zeigt sich die Bedeutung der Präventionsarbeit. Zwei der vier Frauen waren z.B. ortsfremd, drei hatten ihre Angehörigen verloren und waren alleine und aufgeregt über die Wiesn gelaufen. In diesem Zustand wurden sie von einem Mann bzw. einer Männergruppe angesprochen und sexuell belästigt. 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 26. Juni 2009 um 14:39 Uhr
 
Auszug aus dem Abschlussbericht

Lesen Sie auch den Abschlussbericht 2008

Zum Wiesnabschluss zeigen sich die Initiatorinnen der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ zufrieden: Obwohl die Aktion im vergangenen Jahr noch vor dem Aus stand, ist seit diesem Jahr die Finanzierung über die Stadt dauerhaft gesichert. Dies sorgt für eine deutliche Entlastung der Mitarbeiterinnen, da die Suche nach SpenderInnen, aber auch die (aktive) Pressearbeit deutlich reduziert werden konnten. Die fast einhundert hilfesuchenden Mädchen und Frauen, die in den zwei Wiesnwochen den Security Point im Servicezentrum aufsuchten, wußten das Hilfsangebot der Sicheren Wiesn für Mädchen und Frauen meist sehr zu schätzen. Vor allem die Polizei, das BRK und die Sicherheitskräfte in den Zelten nutzten die Entlastungsmöglichkeit in vielen Fällen und vermittelten an den Security Point.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 17. April 2009 um 08:42 Uhr
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Anzeigen
Haben Sie unsere Anzeigen zum Security Point schon irgendwo entdeckt? Wir hatten der Presse Vorlagen zur Verfügung gestellt, die sie als sogenannte „Füllanzeigen“ verwenden können, d.h. wir müssen (außer für das Layout) nichts bezahlen. Wir freuen uns sehr über diese Möglichkeit, macht sie doch Mädchen und Frauen (ebenso wie die S-Bahn Anzeigen) Mädchen und Frauen auf den Security Point aufmerksam. Mailen Sie uns doch, wo und in welcher Zeitschrift unsere Anzeigen stehen. 

 
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